7.2. Krankheitsprotokoll

 

August 1998              Erkennung der Krankheit nach einer routinemäßigen

                                  Blutabnahme bei der Bundeswehr:

                                  Chronisch myeloische Leukämie.

                                  Es erfolgt die Suche eines geeigneten Spenders im

                                  Familienkreis. In dieser Zeit wird der Patient mit dem

                                  Medikament Litalir behandelt, das die Leukozytenwerte

                                  senken soll. Nebenwirkungen treten nicht auf.

 

Februar 1999            Nach erfolgloser Spendersuche im Familienkreis wird eine

                                  Halbjahresbehandlung mit Interferonspritzen begonnen.

                                  Die Nebenwirkungen sind starke Knochenschmerzen,

                                  Dauerfieber, allgemeine Schmerzen, Krämpfe, ständige Müdigkeit

                                  allgemeines Unwohlsein und Depressionen.

 

Oktober 1999            Knochenmarkpunktion, um die Anzahl der Leukämiezellen im

                                  Knochenmark zu überprüfen. Kein Rückgang.

                                  Daraufhin wird eine intensive Fremdspendersuche gestartet.

 

Juli 2000                    Es wird bis auf ein Merkmal ein komplementärer Spender

                                  gefunden, der aus Wales stammt.

                                  Veranschlagter Transplantationstermin im Nordklinikum

                                  Nürnberg am 03.10.2000.

                                  Die Vorbehandlung beginnt ab dem 25.09.2000.

 

Zwischen Juli              Ärztliche Untersuchungen wie

2000 und der             Extraktion der vier Weisheitszähne

Transplantation         Lungenszintigramm

                                  Besuch beim Hals-Nasen-Ohren Arzt.

                                  Bluttest auf HIV und Hepatitis.

                                  Separation eigener Blutstammzellen für den Fall einer Nichtannahme des Transplantats.

                                  Dafür eine Behandlung mit G-CSF. Steigerung der Stammzellen von 7 000 auf 10 000.

                                  Leukozyten auf 90 000; schlechter Gesundheitszustand.

 

18.09.2000                Gespräch zwischen Patient und den Bestrahlungsärzten.

                                  Gleichzeitig werden die inneren Organe ausgemessen,

                                  um eine Schädigung der Organe zu vermeiden.

                                  Dafür wird eine Computertomographie gemacht.

 

22.09.2000                Aufmalen der Simulationen.

                                  Bestrahlungsbeginn. Zwei Mal täglich für drei Tage im

                                  Klinikum Erlangen.

 

27.09.2000                Einweisung in das Klinikum Nord in Nürnberg.

                                  Einweisung in einen laminar air flow room.

                                  Infusionskatheder wurde gelegt.29.09.2000 Erste Flüssig-Chemotherapie und gleichzeitige Einnahme

                                  des KaninchenEiweiß-Präparates zur Verminderung der

                                  Gegenreaktion.

                                  Sehr starke Gegenreaktionen wie Übelkeit und allgemeines

                                  Unwohlsein. Starke Krämpfe.

                                  Verabreichung der zweiten Flüssig-Chemotherapie

                                  ohne Verabreichung des Kaninchen-Präparates auf Grund

der starken Gegenreaktionen der Doppeleinnahme.

Verabreichung des Kaninchen-Präparates. Als Nebenwirkung der

Chemotherapie  treten starke Schmerzen auf, da sich die

Schleimhäute im Körper lösen.

 

03.10.2000                 23:00Uhr: Zuführung des Transplantats (drei Beutel).

 

06.10.2000                 Infektion, die eine Woche anhält.

                                   40°C Fieber, Müdigkeit, keine Stimme, Haare fallen aus.

 

24.10.2000                 Erstes Anwachsen des Transplantats. Anstieg der Leukozyten.

 

27.10.2000                Knochenmarkpunktion, da Verdacht besteht, dass Blutstammzellen nicht

                                  wirklich anwachsen Ergebnis positiv

 

02.11.2000                Schleimhäute regulieren sich; Einnahme von leichter Kost ist wieder möglich.

14.11.2000                Erste Krankengymnastik, erste schwerfallende Gehversuche;

                                  erste leichte Spaziergänge an der frischen Luft.

20.11.2000                Auszug aus dem laminar air flow room in ein normales Einzelzimmer.

02.12.2000                Entlassung nach Hause; Weiterbehandlung durch Ambulanz

                                  In der ersten Woche drei Mal in die Ambulanz.

                                  In der zweiten Woche auf Grund von Schwäche fünf Mal in

                                  die Ambulanz. Essenaufnahme nicht mehr möglich

 

24.12.2000                Verdacht auf Infekt; sehr schlechter Gesundheitszustand

                                  Selbsteinweisung, tägliche Behandlung.

                                  Ernährung über Infusionen. Verbesserung des Zustands.

                                  besser Fühlen, stärkerer Wille, kräftiger.

 

29.12.2000                weiterhin künstliche Ernährung durch Port.

                                  Magenschmerzen, Erbrechen.

 

05.01.2001                Gelenkschmerzen; Schlechte Blutwerte.

                                  Verabreichung von Bluttransfusionen.

                                  Magenprobleme, deshalb Einnahme von Astronautennahrung.

 

08.01.2001                Knochenmarkpunktion zur Kontrolle. Angst des Patienten vor einem Negativbefund.